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	<title>Shikijo in den Schatten &#187; Leben</title>
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	<description>Meine Erlebnisse im Großraum Los Angeles.</description>
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		<title>Odd Arrival</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 09:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>QT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Und ich dachte, meine Gefangenschaft bei Shiawasa w&#228;re aufreibend gewesen. Nachdem ich mich kilometerweit schwimmend (oder mich von der Str&#246;mung treiben lassend) zu irgendeiner Art von K&#252;ste durchk&#228;mpfte war ich &#8211; erneut im Niemandsland. Ich konnte nicht einmal einen verdammten Anruf durchbekommen, so abgelegen war es! Leider nicht so einsam, wie die fehlende Matrixabdeckung vermuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und ich dachte, meine Gefangenschaft bei Shiawasa w&#228;re aufreibend gewesen. Nachdem ich mich kilometerweit schwimmend (oder mich von der Str&#246;mung treiben lassend) zu irgendeiner Art von K&#252;ste durchk&#228;mpfte war ich &#8211; erneut im Niemandsland. Ich konnte nicht einmal einen verdammten Anruf durchbekommen, so abgelegen war es! Leider nicht so einsam, wie die fehlende Matrixabdeckung vermuten lassen w&#252;rde.</p>
<p>Mir war so schlecht von der Luft, dem verseuchten Wasser und der Ersch&#246;pfung und so schleppte ich mich durch dunkle graubraune Landschaft in Richtung der Lichter Fun Citys am Horizont und merkte zu sp&#228;t, dass die Stra&#223;en halbwegs ausmachbar wurden, und die Stra&#223;en derer sich mit verfallenen Slum-Behausungen s&#228;umten. Und mit deren Bewohnern.</p>
<p>Ich nahm meinen Mut zusammen, versuchte mich in eine halbwegs aufrichtige Haltung zu begeben und ignorierte die Worte, die nach mir geworfen wurde &#8211; oder konterte sie so bissig wie es meine Situation erlaubte. Gerade als eine Gruppe besonders schleimiger Typen sich mir n&#228;herte erreichte mich ein Anruf. Eine unbekannte Stimme bot mir an, mich hier herauszuholen &#8211; gegen einen sp&#228;teren Gefallen. Was sollte ich tun &#8211; ich erreichte niemand anderen und war hilflos! Ich sagte zu und &#8211; und Augenblicke sp&#228;ter entschloss sich eine Gruppe die mir folgte, mich nicht mehr gehen zu lassen. Meine halbherzig-ersch&#246;pften Abwehrversuche schlugen fehl und mir wurde schwarz vor Augen&#8230;<span id="more-63"></span>Als ich wieder erwachte schmerzten meine Glieder noch mehr als zuvor. Meine H&#228;nde steckten in Handschellen, die an die Decke eines dunklen, schmalen Raumes gekettet wurden und vor mir unterhielten sich zwei schmierige Typen &#252;ber den Preis f&#252;r&#8230; f&#252;r mich? Mein Goth, ich musste hier heraus! Ich nahm all meinen Mut zusammen und versuchte, mir Chancen zur Flucht oder zur Freiheit zu erbetteln, erkaufen, erschleichen &#8211; doch mehr als eine Dusche mit einem kalten, harten Wasserstrahl brachte es mir nicht ein.</p>
<p>Dann war ich wieder allein und schloss vor Ersch&#246;pfung die Augen&#8230;</p>
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		<title>Abstinence</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 08:32:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>QT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Ungewisses]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr habt mich vermisst? Ich wei&#223;. Aber &#8230; aber ich Euch auch. Es war eine schreckliche ungewisse Zeit!
Doch ich konnte sie doch nicht allein und ihrem Schicksal &#252;berlassen, nicht wahr? Ich war blind. Ich habe mir wirklich vormachen lassen, dass sich irgendwer um so besondere, m&#228;chtige und auf Ihre Art hilflose Kinder ganz selbstlos k&#252;mmern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr habt mich vermisst? Ich wei&#223;. Aber &#8230; aber ich Euch auch. Es war eine schreckliche ungewisse Zeit!</p>
<p>Doch ich konnte sie doch nicht allein und ihrem Schicksal &#252;berlassen, nicht wahr? Ich war blind. Ich habe mir wirklich vormachen lassen, dass sich irgendwer um so besondere, m&#228;chtige und auf Ihre Art hilflose Kinder ganz selbstlos k&#252;mmern w&#252;rde. Dass es Shiawasa t&#228;te vielleicht. *sch&#252;ttelt den Kopf* Unsinn. Niemand &#8211; schon gar kein Konzern &#8211; kann der Versuchung widerstehen, die Macht der Kleinen zu nutzen. Als ich dahinter kam &#8211; da war es zu sp&#228;t.</p>
<p>Vielleicht h&#228;tte ich auf ewig ihr Schicksal geteilt &#8211; begann ich doch, um einen klaren Kopf wiederzuerlangen und die unheimliche Leere zu f&#252;llen, einen Unbekannten in Worte einzuwickeln die ihn ins Verderben f&#252;hren sollten &#8211; und, was noch schlimmer ist, unwissend einem nahen Freund ein &#8230; ein Heiligtum zu entwenden und dem Feind zuzuspielen. Ich kann es noch immer nicht fassen.</p>
<p>Doch die Matrix war mir hold &#8211; Unbekannte wurden zu Gef&#228;hrten, Erkenntnis &#252;berkam mich wieder als ich endlich wieder Kontakt zur Matrix hatte und letztendlich wanden wir das Schlimmste ab. Von uns, vom Netzwerk, von Freunden &#8211; nicht aber von den Kindern.</p>
<p>Ich fiel in einen Brunnen &#8211; und konnte endlich sehen. F&#252;r einen Moment &#8211; doch die Echos dieser Eindr&#252;cke klingen noch immer nach &#8211; ohne schw&#228;cher zu werden.</p>
<p>Verzeih mir, Sensei. Ich denke, du wirst mich verstehen.</p>
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		<title>··· &#8211; - &#8211; ···</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 12:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>QT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufträge]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann nicht glauben, was da geschehen ist! Die Mafia &#8211; das waren in meinen Augen bisher zwar Kriminelle, aber doch Ihren eigenen Gesetzen folgende Gruppierungen. Ehre, Zugeh&#246;rigkeit. Familie. Vergesst es!
Nicht nur, dass sich der Kopf des Syndikates mit seinem Sohn eine Fehde liefert &#8211; und das bei den Verhandlungen mit uns, Ihren Dienstleistern, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann nicht glauben, was da geschehen ist! Die Mafia &#8211; das waren in meinen Augen bisher zwar Kriminelle, aber doch Ihren eigenen Gesetzen folgende Gruppierungen. Ehre, Zugeh&#246;rigkeit. Familie. Vergesst es!</p>
<p>Nicht nur, dass sich der Kopf des Syndikates mit seinem Sohn eine Fehde liefert &#8211; und das bei den Verhandlungen mit uns, Ihren Dienstleistern, auch nicht zu verbergen versucht &#8211; nein, es geht noch weiter:</p>
<ul>
<li>Wir, die daf&#252;r bezahlt werden, konkrete Aufgaben abzuschlie&#223;en, werden pl&#246;tzlich nach unseren Beweggr&#252;nden gefragt und sollen uns Gedanken &#252;ber die Auswirkungen unserer Taten machen. Als Berater sind wir aber nicht eingestellt worden!</li>
<li>Uns werden zwei Auftr&#228;ge angeboten &#8211; einer vom Don pers&#246;nlich und einer von seinem Sohn. Die Auftr&#228;ge widersprechen sich und die beiden kommen sich auch &#252;berhaupt nicht bl&#246;d dabei vor, sich so vor uns blo&#223;zustellen.</li>
<li>Als der Handlanger des Dons nicht mit unseren Ergebnissen zufrieden ist, ist es ihm nicht genug, uns nicht zu bezahlen. Es ist ihm auch nicht genug, uns zu drohen und zu verlangen, dass wir diesen &#8220;Fehler&#8221; beheben &#8211; nein: Er bindet uns mit unserem Blut, dass er uns mit Gewalt abnimmt, mit irgend so einem Ritual-Hokuspokus an sich und dann verlangt er von uns, unschuldige Waisenkinder auszuliefern!</li>
</ul>
<p>Tja &#8211; da staunt Ihr, was? Gut &#8211; nun brauche ich Eure Hilfe.</p>
<p>Ich brauche Informationen &#8211; alles was ihr &#252;ber meinen neuen Erzfeind ausgraben k&#246;nnt:</p>
<ul>
<li>Immobilien</li>
<li>Scheinfirmen</li>
<li>Feinde</li>
<li>Kontakte</li>
</ul>
<p>&#8230;des Milano-Kartells und nat&#252;rlich Gef&#228;hrten &#8211; Unterst&#252;tzer aller Art. Geld, Ausr&#252;stung, Informationen. Das Schattenland ist eine wundervolle Welt &#8211; und wenn ihr hier seid, so nutzt ihr seine Dienste sicher t&#228;glich: Nun ist Eure Chance, einer Schutzpatronin des Schattenlandes zu helfen, und etwas zur&#252;ckzugeben.</p>
<p>Oh &#8211; und da ist noch etwas: Ich brauche Kontakt zu jemandem, der sich mit Ritualmagie auskennt. Ihr wisst, wie ihr mich erreichen k&#246;nnt, ja?</p>
<p>Habt Dank. Ich z&#228;hle auf Euch!</p>
<p>QT</p>
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		<title>Betrayed</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 10:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>QT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufträge]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe in den letzten Wochen viele neue Gesichter kennengelernt. Ansehnliche und abschreckende &#8211; und ebensoviele Seelen. Wir wurden in&#8217;s kalte Wasser geworfen und haben Schl&#228;ge f&#252;r und gegen Syndikate gef&#252;hrt, so dass mir manchmal schwindlig war und ich nicht mehr wusste f&#252;r und gegen welche Verbrecherorganisation wir gerade k&#228;mpfen. Aber beim letzten Run wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe in den letzten Wochen viele neue Gesichter kennengelernt. Ansehnliche und abschreckende &#8211; und ebensoviele Seelen. Wir wurden in&#8217;s kalte Wasser geworfen und haben Schl&#228;ge f&#252;r und gegen Syndikate gef&#252;hrt, so dass mir manchmal schwindlig war und ich nicht mehr wusste f&#252;r und gegen welche Verbrecherorganisation wir gerade k&#228;mpfen. Aber beim letzten Run wurde das wohl auf die Spitze getrieben.</p>
<p>Ich bin ja ein optimistisches Gesch&#246;pf und dachte mir, wenn mich jemand um Hilfe bittet &#8211; sich die M&#252;he macht mich pers&#246;nlich anzurufen dann gibt es schon einen Grund, warum er gerade mich will. Aber aus den eigenen Reihen verraten zu werden?</p>
<p>W&#228;re Lucy nicht gewesen, h&#228;tte das wohl b&#246;se geendet. Und f&#252;r sie tat es das auch so &#8211; ich hoffe sie erholt sich von ihren Verletzungen. Nach dieser Ungeheuerlichkeit schwebt die Erkenntnis, dass der letzte Run nur eine Farce war &#8211; von der Reinkarnation eines vor Kurzem verschollenen Teammitgliedes eingef&#228;delt um uns in ein Ritual zu bekommen das seine Seele an die irdische Welt bindet, nur noch wie ein glitzernder Nachhall auf dem Erlebten.</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Mars</span> Marrs (mit zwei &#8216;r&#8217; &#8211; wohl wegen das Knurren das ein Kojote macht?) ( ist wieder da &#8211; und er ist nun ein Teil von uns allen. Und wir von ihm. Was das bedeutet &#8211; das hoffe ich in den n&#228;chsten Tagen herauszufinden.</p>
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		<title>Farming</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 12:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>QT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin im siebten Himmel! Wer mich kennt wei&#223;, dass ich in den letzten Wochen viel Zeit mit lukrativen Auftr&#228;gen und interessanten Menschen verbrachte. Sehr lukrativ waren die Auftr&#228;ge sogar &#8211; doch was soll ich damit? Ihr wisst &#8211; mich kann man nicht locken mit Dingen, die man von Geld kauft. Also suchte ich nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin im siebten Himmel! Wer mich kennt wei&#223;, dass ich in den letzten Wochen viel Zeit mit lukrativen Auftr&#228;gen und interessanten Menschen verbrachte. Sehr lukrativ waren die Auftr&#228;ge sogar &#8211; doch was soll ich damit? Ihr wisst &#8211; mich kann man nicht locken mit Dingen, die man von Geld kauft. Also suchte ich nach Investitionsstrategien und fand welche &#8211; unter den Stra&#223;en in stillgelegten Tunneln.</p>
<p>Ich schlug einem guten Freund vor, Ihm ein wenig mit Server-Infrastruktur unter die Arme zu greifen, wenn er mir einen sinnvollen Ort zeigen kann, diese unterzubringen &#8211; und er &#252;berraschte mich. Er f&#252;hrte mich durch halb &#252;berflutete Sch&#228;chte unter den Stra&#223;en LAs bis ich dachte, wir h&#228;tten uns verlaufen &#8211; und pl&#246;tzlich standen wir vor einer riesigen Plaststahlwand mit einem schweren Tor. Doch &#8211; als ich n&#228;her kam und die Wand anleuchtete fiel mir auf, dass der Dreck, die Spuren hinabrinnenden Wassers, die Risse &#8211; all diese Dinge waren kunstvoll auf eine Wand gespr&#252;ht, die an sich vollkommen neu und in Ordnung zu sein schien, sich wegen der h&#252;bschen Bemalung aber perfekt in diese verfallene Kloake integrierte.</p>
<p>Mein Gef&#228;hrte grinste, &#246;ffnete das Tor und bat mich herein. Ich lief drei Schritte in die Dunkelheit &#8211; dann krachte hinter mir die T&#252;r ins Schluss. Ich fuhr herum &#8211; und das Licht ging an. Glei&#223;end helles Licht! Hinter mir sah ich drei schlammige Fu&#223;spuren von mir, und ein paar von meinem Begleiter &#8211; und die sahen noch schlammiger aus in diesem sterilen Raum.</p>
<p>Lampen gab es nicht &#8211; der Boden und die halbrunde W&#246;lbung der Decke erstrahlten aus unz&#228;hligen milchglas&#228;hnlichen Platten die selbst zu leuchten schienen und tauchten alles in ein n&#252;chternes Licht. Dieser Raum war riesig! Sicher 40m lang und 15m breit. Einige der Bodenplatten leuchteten nicht, bargen aber Anschl&#252;sse f&#252;r Netzwerk und Energie. Die Luft roch gefiltert und klimatisiert.</p>
<p>Ja &#8211; in diesem Ort k&#246;nnte ich guten Gewissens Server im Wert von 60.000¥ aufstellen. Und ich w&#252;rde Spa&#223; dabei haben :)</p>
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		<title>Wetterwechsel</title>
		<link>http://shikijo.de/2009/08/24/wetterwechsel/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 19:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>QT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss sagen, es gibt kaum sch&#246;nere Wege als die, welche durch die belebten und gesch&#228;ftigen Gegenden der Stadt f&#252;hren. Nicht nur, dass man von der tristen Realit&#228;t nichts mehr erkennt, weil alles &#8211; ja wirklich alles &#8211; von mehreren Schichten aus AR-Objekten verdeckt wird. Es ist n&#228;hrstoffreich. Alles flie&#223;t &#8211; ich sp&#252;re es. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss sagen, es gibt kaum sch&#246;nere Wege als die, welche durch die belebten und gesch&#228;ftigen Gegenden der Stadt f&#252;hren. Nicht nur, dass man von der tristen Realit&#228;t nichts mehr erkennt, weil alles &#8211; ja wirklich alles &#8211; von mehreren Schichten aus AR-Objekten verdeckt wird. Es ist n&#228;hrstoffreich. Alles flie&#223;t &#8211; ich sp&#252;re es. Ich f&#252;hle mich, als w&#252;rde ich nicht laufen m&#252;ssen &#8211; als k&#246;nne ich mich an einem Netz aus Informationen entlanghangeln.</p>
<p>Ein Beobachter sieht mich nat&#252;rlich nicht in tarzanesquen Bewegungen den Gro&#223;stadtdschungel durchschreiten &#8211; sondern erhabenen, eiligen Schrittes die Passantenstr&#246;me durchpfl&#252;gen. Respektvoll macht man mir Platz &#8211; auch wenn ich niemanden mit Augenkontakt belohne. Nat&#252;rlich tun sie das! Das tun sie immer.</p>
<p>&#8216;Ein sojaverwandtes, muntermachendes Hei&#223;getr&#228;nk&#8217; schie&#223;t es mir durch den Kopf &#8211; &#8216;das w&#228;re es!&#8217; &#8211; und ehe ich es realisiere habe ich einen Datenstrom gefunden, der mich zu einem entsprechenden Lokal f&#252;hrt. Ohne dieses Talent h&#228;tte ich wohl ewig gesucht &#8211; selbst wenn in meinem Blickfeld sicher 5 AR-Anzeigen f&#252;r ebensolches zu sehen sind.</p>
<p>Ich lasse mich nieder &#8211; auf einem zu hohen Designerhocker mit Blick nach drau&#223;en. Das Glas ist verspiegelt, doch das ist mir gleich. Ich gehe in die AR, bestelle mir etwas schaumig-s&#252;&#223;es und als ein fliegendes Tablett es vor mir abstellt halte ich mich an dem Getr&#228;nk fest. Gerade als ich einen Tweet verfasse, in dem ich mich &#252;ber meine Sitzgelegenheit auslassen m&#246;chte, klingelt mein Comlink. Es klingelt! Keine IM, keine DM, keine Mail &#8211; eine Audioverbindung bahnt sich an. Wie unh&#246;flich! Genervt nehme ich an und&#8230; das Unheil nimmt seinen Lauf.</p>
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		<title>Wohnungssuche</title>
		<link>http://shikijo.de/2009/08/24/wohnungssuche/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 22:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>QT</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[LA ist ein Drecksloch. Ein Paradies! Ein S&#252;ndenpfuhl, eine stinkende Kloake, ein Schwarm kreischend blinkender Lichter und ewige stille Dunkelheit.
Mittendrin habe ich mir eine Bleibe gesucht. In einem der Viertel, in der der Wert einer solchen mit dem Abstand zum Boden nicht wegen der Aussicht, sondern der Sicherheit steigt. Ich f&#252;hle mich sicher genug, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LA ist ein Drecksloch. Ein Paradies! Ein S&#252;ndenpfuhl, eine stinkende Kloake, ein Schwarm kreischend blinkender Lichter und ewige stille Dunkelheit.</p>
<p>Mittendrin habe ich mir eine Bleibe gesucht. In einem der Viertel, in der der Wert einer solchen mit dem Abstand zum Boden nicht wegen der Aussicht, sondern der Sicherheit steigt. Ich f&#252;hle mich sicher genug, um hier zu schlafen &#8211; und es ist h&#252;bsch hier! Riesige Panoramafenster &#8211; mit Blick auf das blaue Meer. Sandige Str&#228;nde &#8211; ameisenkleine Menschen. M&#246;bel in Teakholz, Chrom und schwarzem Leder.</p>
<p>Meine Putzfrau hat viel zu tun &#8211; aber sie arbeitet flei&#223;ig. Manchmal sehe ich ihr dabei zu. Ashley ist ihr Name &#8211; und wie sie sich abm&#252;ht!</p>
<p>Ein jedes meiner M&#246;belst&#252;cke ist geformt aus einer Stimmung &#8211; einem Gedanken, einer Emotion. Das Wetter vor den Fenstern &#8211; und der Staub auf den Oberfl&#228;chen sind in einen Kontext gewobene Datenstr&#246;me, die aus den wenigen interessanten Knoten tropfen, denen ich &#246;fter einen Gedanken zuwerfe. Ashley ist plump. So h&#252;bsch sie aussehen mag &#8211; wie einem Katalog f&#252;r Fetischkleidung entsprungen &#8211; so ist und bleibt sie stupider Code. Nach immer dem selben Muster versucht sie, die M&#246;bel in meiner Wohnung zu s&#228;ubern und ist &#252;berfordert. Sie ist gleichm&#228;&#223;igen Staub gew&#246;hnt. Nach Gau&#223; normal verteilten. Keinen emotionalen.</p>
<p>Ich werde sie einmal selbst formen m&#252;ssen. Aber oft erinnert mich ihre Unzul&#228;nglichkeit daran, dass es eine andere Welt gibt. Manchmal wechsle ich dann aus der AR &#8211; f&#252;r einen Augenblick. Sehe auf vergilbte W&#228;nde, kleine vergitterte Fenster und F&#252;&#223;e, die davor hektisch entlanglaufen.</p>
<p>Ich muss hier raus. Auf einen Kaffee. Ich schreibe morgen weiter.</p>
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