Archiv für die Kategorie ‘Aufträge’

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Montag, 15. März 2010

Ich kann nicht glauben, was da geschehen ist! Die Mafia – das waren in meinen Augen bisher zwar Kriminelle, aber doch Ihren eigenen Gesetzen folgende Gruppierungen. Ehre, Zugehörigkeit. Familie. Vergesst es!

Nicht nur, dass sich der Kopf des Syndikates mit seinem Sohn eine Fehde liefert – und das bei den Verhandlungen mit uns, Ihren Dienstleistern, auch nicht zu verbergen versucht – nein, es geht noch weiter:

  • Wir, die dafür bezahlt werden, konkrete Aufgaben abzuschließen, werden plötzlich nach unseren Beweggründen gefragt und sollen uns Gedanken über die Auswirkungen unserer Taten machen. Als Berater sind wir aber nicht eingestellt worden!
  • Uns werden zwei Aufträge angeboten – einer vom Don persönlich und einer von seinem Sohn. Die Aufträge widersprechen sich und die beiden kommen sich auch überhaupt nicht blöd dabei vor, sich so vor uns bloßzustellen.
  • Als der Handlanger des Dons nicht mit unseren Ergebnissen zufrieden ist, ist es ihm nicht genug, uns nicht zu bezahlen. Es ist ihm auch nicht genug, uns zu drohen und zu verlangen, dass wir diesen “Fehler” beheben – nein: Er bindet uns mit unserem Blut, dass er uns mit Gewalt abnimmt, mit irgend so einem Ritual-Hokuspokus an sich und dann verlangt er von uns, unschuldige Waisenkinder auszuliefern!

Tja – da staunt Ihr, was? Gut – nun brauche ich Eure Hilfe.

Ich brauche Informationen – alles was ihr über meinen neuen Erzfeind ausgraben könnt:

  • Immobilien
  • Scheinfirmen
  • Feinde
  • Kontakte

…des Milano-Kartells und natürlich Gefährten – Unterstützer aller Art. Geld, Ausrüstung, Informationen. Das Schattenland ist eine wundervolle Welt – und wenn ihr hier seid, so nutzt ihr seine Dienste sicher täglich: Nun ist Eure Chance, einer Schutzpatronin des Schattenlandes zu helfen, und etwas zurückzugeben.

Oh – und da ist noch etwas: Ich brauche Kontakt zu jemandem, der sich mit Ritualmagie auskennt. Ihr wisst, wie ihr mich erreichen könnt, ja?

Habt Dank. Ich zähle auf Euch!

QT

Betrayed

Sonntag, 14. März 2010

Ich habe in den letzten Wochen viele neue Gesichter kennengelernt. Ansehnliche und abschreckende – und ebensoviele Seelen. Wir wurden in’s kalte Wasser geworfen und haben Schläge für und gegen Syndikate geführt, so dass mir manchmal schwindlig war und ich nicht mehr wusste für und gegen welche Verbrecherorganisation wir gerade kämpfen. Aber beim letzten Run wurde das wohl auf die Spitze getrieben.

Ich bin ja ein optimistisches Geschöpf und dachte mir, wenn mich jemand um Hilfe bittet – sich die Mühe macht mich persönlich anzurufen dann gibt es schon einen Grund, warum er gerade mich will. Aber aus den eigenen Reihen verraten zu werden?

Wäre Lucy nicht gewesen, hätte das wohl böse geendet. Und für sie tat es das auch so – ich hoffe sie erholt sich von ihren Verletzungen. Nach dieser Ungeheuerlichkeit schwebt die Erkenntnis, dass der letzte Run nur eine Farce war – von der Reinkarnation eines vor Kurzem verschollenen Teammitgliedes eingefädelt um uns in ein Ritual zu bekommen das seine Seele an die irdische Welt bindet, nur noch wie ein glitzernder Nachhall auf dem Erlebten.

Mars Marrs (mit zwei ‘r’ – wohl wegen das Knurren das ein Kojote macht?) ( ist wieder da – und er ist nun ein Teil von uns allen. Und wir von ihm. Was das bedeutet – das hoffe ich in den nächsten Tagen herauszufinden.

Friendly Fire

Sonntag, 13. Dezember 2009

Am Wolkenkratzer angekommen waren wir uns einig: Wir wollen rauf auf’s Dach, unseren Auftrag erledigen und verschwinden. All das so schnell wie möglich – und deshalb waren wir recht guter Dinge als wir bemerkten, dass in den höheren Stockwerken einige Fenster fehlten und dass unser Bergungskran gerade bis dort hinauf reichte. Das dunkle Glaslose Fenster in diesem riesigen verfallenen Turm wirkte auf keinen von uns sehr einladend – doch B13 und ich überwanden uns – und eine fliegende Drohne von Ace leistete uns Gesellschaft und spendete uns Licht.

Das war auch bitte nötig – die Wände dort drin schienen auf mich einzustürzen als wir uns den Weg durch vermoderte Gänge und halbverfaultes Gerümpel bahnten. Ich hatte das Gefühl, das Haus würde schwanken und könne jeden Moment umfallen – und der kleine Lichtkegel, den die Drohne uns spendete, bewirkte zwar dass ich sah wohin ich trat – aber sicher fühlte ich mich deshalb nicht. Im Gegenteil! Manchmal, wenn sie hinter uns schwebte, erschreckte ich mich vor meinem eigenen Schatten!

Doch wir hatten einen Auftrag zu erfüllen: Zügig wollten wir denWeg nach oben auf’s Dach finden. Doch wir fanden zunächst etwas anderes: Ein Zucken, eine Bewegung am Ende eines Ganges – die mich nicht so sehr erschreckt hätte, wenn die automatischen Waffen der Drohnen das nicht zum Anlass genommen hätten, einen ohrenbetäubenden Lärm und einen tödlichen Kugelhagel zu entfachen. B13 nahm das als Aufforderung, in diesen Lärm einzustimmen und … ich ließ mich einfach zurückfallen und hielt mir die Ohren zu. Wir … wir waren uns noch nicht einmal sicher, etwas getroffen zu haben – doch anscheinend war sich B13 sicher, hier weg zu wollen: Er rannte – ans andere Ende des Ganges und um eine Ecke. Ich war allein. (weiterlesen…)

Call me Ishmael

Donnerstag, 08. Oktober 2009

So fertig meine Gefährten auch aussahen – für mich war das ein Kinderspiel – und es gab nur noch eine Antenne zu bestücken. Das sollte doch kein Problem werden, oder? Ich sah mich schon glorreich den Auftrag abschließen um endlich zu erfahren, was hinter all dem steckt. Die Neugier hatte mich nun schon gepackt – und ich konnte es kaum erwarten. Laut Koordinaten lag die letzte Location… im Meer? Mein Tatendrang schwand rapide.

Das Meer vor LA – ihr kennt das, ja? Gerade genug Wasser um darin zu ertrinken ist in der Brühe, in deren Nähe man von Glück reden kann, wenn man sich keine ernsthaften Krankheiten zuzieht. Von den Bewohnern gar nicht zu reden! Wie sollten wir diesen Ort erreichen? Wir gingen die Aufgabe ganz pragmatisch an und suchten nach einem Skipper. Ein paar davon boten Ihre Dienste an der Nahen Küste an, und wir machten uns auf den Weg.

Als wir ankommen und eine heruntergekommene Hütte betreten, in der ein Mann sitzt, der dem Klischee eines Seebären nicht besser hätte entsprechen können, wenn er als Käpt’n Blaubär verkleidet gewesen wäre (und der riecht, als wäre er zur Konservierung in Alkohol eingelegt worden) empfängt uns mürrisch-herzlich und lässt sich tatsächlich soweit von unserem Mars um den Finger wickeln, dass er am Ende glaubt, wir hätten ihn schon bezahlt. Ich bin einigermaßen beeindruckt – lasse mir aber nichts anmerken. Eigentlich – denke ich – könnte es auf eine spontane Sympathie zurückzuführen sein – immerhin riechen die beiden ähnlich.

Nachdem wir seinen ersten Maat vorgestellt bekommen, der glücklicherweise nüchtern zu sein scheint und die Marotten des Kapitäns lächelnd ignoriert und uns durch so manche sprachliche Untiefe geleitet, sehen wir das Boot, das uns mitten in diesen toxischen Sumpf bringen soll – und Ace schlägt die Hände vor’s Gesicht.

Natürlich nahmen wir an, er würde das Gefährt steuern – er scheint ein Mensch zu sein, der das wirklich kann doch – angesichts eines antik aussehenden Steuerrades, eines manuellen Gashebels und analogen Anzeigen sieht er sich kaum im Stande, diese Nussschale auch nur sicher aus dem Hafen zu bringen. Ich kenne mich damit nicht aus – aber Ace macht dem Maat ein Angebot, das Boot umzurüsten und dieser nimmt freudig an – die beiden machen sich an die Arbeit. Mars und der Kapitän verschwinden derweil ins Obergeschoss und arbeiten an den Ausweitungen ihrer Alkoholfahnen.

Nach ein paar Stunden, in denen ich ein wenig gechattet und ein paar Headshots verteilt habe, stechen wir in See. Irgendwann tauchen am Horizont die oberen Stockwerke eines versunkenen Wolkenkratzers auf – und ich weiß, dass wir uns unserem Ziel nähern…

Haunted House

Donnerstag, 24. September 2009

Als ich da neben Ace saß, und das Vergangene Revue passieren ließ, kehrten meine Kräfte zurück. Ich fühlte mich richtiggehend beflügelt und motiviert – und konnte es kaum erwarten, unser nächstes Ziel zu sehen. Vor allem auch, weil ich mir dachte, dass diese Aufgabe, die ich mir so einfach vorstellte und die so schwierig wurde nun gelöst wurde, und die nächste sicher einfacher zu bewältigen sei.

Diese führte uns in die tiefsten Slums – nach East LA. Ich war schockiert als ich erfuhr, dass zwei meiner Gefährten hier in der Nähe wohnten aber – nun – jedem das Seine, nicht wahr? Fast problemlos näherten wir uns dem Zielort – und dort befand sich ein Haus, das sich von den Wellblechhütten, die es umgab, abhob: Es hatte 2 Stockwerke – auf dem obersten noch einen Aufbau, und einige Antennen und sonstige Gestelle auf dem Dach. Ob es bewohnt war, sah man ihm von außen nicht an. Es interessierte mich auch nicht – das war Aufgabe der anderen.

Ich hingeben sah mich mal in der Abstrahlung des Hauses um – hier in den Slums gibt es so wenig Matrixaktivität, dass es fast schon unheimlich ist. Ich suche mir den stärksten Knoten aus, logge mich ein und … traue meinen Augen nicht. Vollkommen verstörende Bilder eines Kettensägenmassakers strömen mir entgegen – ich schlage die Hände vor’s Gesicht bis -

ja – bis ich bemerke, dass das hier nicht das Interface eines Knotens im Netz ist, sondern einfach ein Sender. Ein Piratensender, der den brutalsten Abschaum aller Deathmach-Pay-TV-Sendungen überträgt. Damit wäre der Sinn einer der Antennen auf dem Dach ja geklärt.

Als ich mich erholt habe und auslogge blicke ich hinaus auf das Haus und – oh – da hat sich so einiges Verändert. Das Dach steht in Flammen. Im lodernden roten Licht sehe ich neben den Antennen Speere – mit aufgespießten… Sind das Köpfe? Eine Silhouette springt hinunter – und die Flammen werden weniger.

“QT – es geht los! Schnapp dir das Gerät, und dann hoch mit dir!” ist die Nachricht, die ich bekomme. Nun – ich höre keine Kampfgeräusche – ich fasse mir ein Herz und das zweite Kästchen und laufe zum Haus und – oh, wie sollte es anders sein – werde von zwei Krallen an den Schultern gepackt und verliere den Boden unter den Füßen. Während sich der Vogel mit mir emporschwingt, blicke ich aufs Dach, und sehe, wie eine Krabbe dort herumläuft und das Feuer löscht. Ich reibe mir die Augen.

Der Adler setzt mich sanft ab, und ich finde schnell die passende Antenne und mache mich an die Arbeit. Auf die wohl verstörendste Art, die ich mir vorstellen kann, verlasse ich das Dach wieder – und verdränge dieses Erlebnis aus meinen Erinnerungen. *schüttelt sich*

Nur Fliegen ist schöner

Samstag, 05. September 2009

Ich fühle mich wie auf einem schlechten Trip: Ich verliere den Boden unter den Füßen – das Dach des Gebäudes und der Gardist werden kleiner – der Abgrund nähert sich und ich fliege darüber – falle in die Tiefe, schneller und schneller werdend. Ich hole tief Luft um zu schreien, als ich schon meine, die Textur des Sandes am Boden der Baustelle, die an das Hochhaus angrenzt auf dem ich mich noch eben befand – als mein Fall jäh gebremst wird. Als meine Füße den Boden berühren, schaue schaue ich ungläubig nach oben. Das Hochhaus – 26 Stockwerke hoch – steht neben mir – in schier unbezwingbarer Höhe. Ein riesiger Adler nimmt seine Krallen von meinen Schultern, und fliegt davon. Ich breche zusammen.

Meine Augen schmerzen. Um mich herum erhebt sich ein Sturm, der den Sand aufwirbelt und mir die Sicht hin. Ich will hier weg! Ich versuche, die ungefähre Richtung der Straße auszumachen – oder sie mir in Erinnerung zu rufen. Ich versage. Diese Erfahrung hat mich mehr als verwirrt – und es kommt noch schlimmer!

Etwas rotes bewegt sich aus dem Sand auf mich zu. Es ist klein und bewegt sich unbeholfen. Erst als es näherkommt erkenne ich eine glubschäugige Krabbe, die mich mit glasigen Augen ansieht und … und mir zuwinkt. Was für ein niedliches AR-Objekt! Ich versuche, es zu analysieren und … und bekomme keine Rückmeldung. Einige Augenblicke benötige ich um zu erkennen, dass dieses Tier real zu sein scheint. Und mir wohl auf eine lächerliche Art versucht, zu verstehen zu geben, dass ich ihm folgen soll. Ich … ich gehe ein paar Schritte – und sehe einen Zaun.

Dahinter steht die Karre von Ace – ich möchte durch und laufe auf den Zaun zu – da spüre ich erneut einen Windstoß und der Adler packt mich wieder bei den Schultern – trägt mich über den Zaun und wirft mich vor dem Auto auf die Straße. Ich rappele mich auf und steige ein. Wenigstens der Sitz fühlt sich real an. Ich schließe die Augen und … bin froh, zurück in einer greifbaren Umgebung zu sein.

Ich hoffe inständig, die nächsten Aufgaben werden einfacher sein.