Odd Arrival

Und ich dachte, meine Gefangenschaft bei Shiawasa wäre aufreibend gewesen. Nachdem ich mich kilometerweit schwimmend (oder mich von der Strömung treiben lassend) zu irgendeiner Art von Küste durchkämpfte war ich – erneut im Niemandsland. Ich konnte nicht einmal einen verdammten Anruf durchbekommen, so abgelegen war es! Leider nicht so einsam, wie die fehlende Matrixabdeckung vermuten lassen würde.

Mir war so schlecht von der Luft, dem verseuchten Wasser und der Erschöpfung und so schleppte ich mich durch dunkle graubraune Landschaft in Richtung der Lichter Fun Citys am Horizont und merkte zu spät, dass die Straßen halbwegs ausmachbar wurden, und die Straßen derer sich mit verfallenen Slum-Behausungen säumten. Und mit deren Bewohnern.

Ich nahm meinen Mut zusammen, versuchte mich in eine halbwegs aufrichtige Haltung zu begeben und ignorierte die Worte, die nach mir geworfen wurde – oder konterte sie so bissig wie es meine Situation erlaubte. Gerade als eine Gruppe besonders schleimiger Typen sich mir näherte erreichte mich ein Anruf. Eine unbekannte Stimme bot mir an, mich hier herauszuholen – gegen einen späteren Gefallen. Was sollte ich tun – ich erreichte niemand anderen und war hilflos! Ich sagte zu und – und Augenblicke später entschloss sich eine Gruppe die mir folgte, mich nicht mehr gehen zu lassen. Meine halbherzig-erschöpften Abwehrversuche schlugen fehl und mir wurde schwarz vor Augen…Als ich wieder erwachte schmerzten meine Glieder noch mehr als zuvor. Meine Hände steckten in Handschellen, die an die Decke eines dunklen, schmalen Raumes gekettet wurden und vor mir unterhielten sich zwei schmierige Typen über den Preis für… für mich? Mein Goth, ich musste hier heraus! Ich nahm all meinen Mut zusammen und versuchte, mir Chancen zur Flucht oder zur Freiheit zu erbetteln, erkaufen, erschleichen – doch mehr als eine Dusche mit einem kalten, harten Wasserstrahl brachte es mir nicht ein.

Dann war ich wieder allein und schloss vor Erschöpfung die Augen…

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